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Jekyll & Hyde

Für die Bühne konzipiert von Steve Cuden & Frank Wildhorn
Buch und Liedtexte von Leslie Bricusse
Musik von Frank Wildhorn
Orchestrierung von Kim Scharnberg
Arrangements von Jason Howland

Deutsch von Susanne Dengler und Eberhard Storz

Termine

Das Dämonische auf der einen Seite und das engelsgleich Gute auf der anderen – das macht die Natur eines jeden Menschen aus. Doch in welchem Verhältnis stehen sie? In welchem Maße üben sie Einfluss auf den Menschen aus? Dies möchte der Arzt und Wissenschaftler Dr. Henry Jekyll anhand eines Experimentes erforschen. Er ist überzeugt davon, ein Mittel gefunden zu haben, das das Gute vom Bösen im Menschen trennen kann. Doch er darf dessen Wirkung nicht an seinen Patienten testen. Heimlich erklärt er sich selbst zum Probanden seines Versuchs, eines Selbstversuchs mit schrecklichen, angsteinflößenden Folgen. Unter qualvollen Schmerzen gelingt es ihm, das Böse zu extrahieren – und er verwandelt sich in Mr. Hyde, der in seiner Brutalität und Unberechenbarkeit nicht zu überbieten ist. Jekyll muss Einhalt gewähren! Doch lässt sich das Experiment so einfach abbrechen?

Die Faszination, die von dieser Story ausgeht, ist seit dem Erscheinen der Novelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ des schottischen Dichters Robert Stevenson im Jahr 1886 ungebrochen. Als eine der berühmtesten Ausformungen des Doppelgängermotivs in der Weltliteratur diente der Stoff als Vorlage für knapp 30 Verfilmungen; gut 100 Jahre nach der Veröffentlichung der Novelle fand er schließlich Eingang in die Musicalbranche. Wildhorns klanggewaltige Pop-Rock-Songs und düstere Balladen unterstreichen auf einzigartige Weise die Ambivalenz der Persönlichkeit der Hauptfigur und geben der alten Geschichte einen modernen Anstrich.

Begeben Sie sich mit dem Musicalstar Chris Murray in der Titelrolle als Dr. Jekyll & Mr. Hyde auf eine spannende Reise zur Erforschung der dunklen Mächte und lassen Sie sich von seiner mal rockigen, mal balladensüßen Stimme in den Bann ziehen. Ein Musical für alle, die Krimis lieben und die auf der Suche nach dem wahren Ich vor nichts zurückschrecken.

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PRESSESTIMMEN

Gelungene Eröffnung des Theater-Open-Airs in Greifswald mit Musical "Jekyll & Hyde"

von Annemarie Bierstedt

... Absolut mitreißend spielte Musicalstar Chris Murray den "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" ... Für die Premiere ... erhielten Theater, Sänger und Schauspieler Standing Ovations ...

Christopher Melching schuf mit historischen Kostümen aus dem 19. Jahrhundert, maskenähnlich geschminkten Gesichtern und einem einfachen Bühnenbild, das mit wenig Requisiten wie ein paar Möbelstücken und Laborutensilien auskam, die perfekte Atmosphäre ... Das Philharmonische Orchester Vorpommern unterstrich musikalisch das Ambiente.

Murray, einer der profiliertesten Musicaldarsteller Deutschlands, gab der Figur des Jekyll/Hyde eine so glaubhafte Erscheinung, sang so stimmgewaltige Balladen, dass er das Publikum ganz in seinen Bann zog. Die Szene, in der Hyde seine Geliebte Lucy (Kristi Anna Isene) verführt, war so leidenschaftlich aufgeladen, dass kein Laut zu hören war. Auch die aus Norwegen stammende Sopranistin glänzte mit ihrer schauspielerischen und gesanglichen Darbietung. Und die in Basel geborene Sopranistin Jardena Flückiger spielte eine so hoffnungsvoll Verlobte Lisa, dass man gar nicht anders konnte, als - trotz der Tragödie - an die Liebe als alles Böse überwindende Kraft zu glauben.

Ein phänomenales Musical, das sich lohnt, auch mehrmals zu besuchen.

Ostsee-Zeitung vom 21. Juni 2016

Am vergangenen Samstag feierte das Musical "Jekyll & Hyde" seine umjubelte Premiere auf der Bühne am Greifswalder Museumshafen.

von Bettina Lehmann

... Für die Titelrolle des Dr. Jekyll/Mr. Hyde konnte der Gaststar Chris Murray gewonnen werden. Er überzeugt sowohl stimmlich als auch schauspielerisch und verdeutlichte den Kontrast zwischen den beiden Seiten ein- und desselben Menschen, den Kampf zwischen Gut und Böse - bis hin zum Höhepunkt des Stückes, der Konfrontation zwischen den beiden Seelen.

Die weiteren Rollen wurden mit Solisten und Mitgliedern des Opernchores des Theaters Vorpommern besetzt, welche ihre Figuren allesamt überzeugend verkörperten. Die Kostüme von Christopher Melching fügen sich hervorragend in das viktorianische Zeitalter ein.

Ein Besuch (oder auch mehrere) ist auf jeden Fall empfehlenswert ...

Musical Boulevard vom 21. Juni 2016

Standing Ovations für JEKYLL & HYDE

von Anne Polifka

Am 18. Juni feierte in Greifswald das Musical JEKYLL & HYDE von Frank Wildhorn glanzvolle Premiere. Die Show ist Teil des AHOI-Hafenfestival und bot bei bestem Wetter eine beeindruckende Open-Air-Inszenierung mit Starbesetzung. Standing Ovations und Beifallrufe zeugten von der Begeisterung des Publikums.

London im 19. Jahrhundert. Der junge Dr. Henry Jekyll sucht einen Weg, um seinen Vater zu helfen, der an einer Geisteskrankheit leidet. Er ist sich sicher, dass er ihm helfen kann, wenn es ihm gelingt, die Seele eines Menschen von dem Bösen zu befreien. Seine Forschungen stoßen auf Skepsis und Ablehnung. Als seine Bitte um ein menschliches Versuchsobjekt abgelehnt wird, benutzt er sich selbst als Versuchsperson. Sein Experiment gelingt nur zum Teil: Seine Seele wird in Gut und Böse geteilt, doch ist die böse Seite nun entfesselt und nicht mehr zu kontrollieren. Verzweifelt sucht Jekyll eine Lösung des Problems, während Jekylls andere Seite – Edward Hyde – London mit grausamen Morden in Schrecken versetzt. Zugleich rückt Jekylls Hochzeit mit der jungen Lisa Carew immer näher.
Das Musical basiert auf dem Roman von Robert Louis Stevenson, die eingängigen Melodien stammen von dem Komponisten Frank Wildhorn (u.a. DRACULA, ARTUS).

Das Bühnenbild bestand hauptsächlich aus vier bewegbaren Türmen, die mit verschieden Szenenmotiven verkleidet waren. Sie zeigten London bei Tag, bei Nacht und das Hausinnere. Hier konnten sogar zwei Türen geöffnet werden, die Jekylls Labor offenbarten. Des weiteren waren oben Laken bedruckt, die abgenommen werden konnten und im oberen Bereich Platz für die Darsteller machten, so dass ein Spiel auf zwei Ebenen möglich war.
Die Kostüme passten zum Bühnenbild und der Zeit. Uniformen, Anzüge, Kleider, alles war angelehnt an das 19. Jahrhundert und entführte das Publikum knapp zwei Jahrhunderte in der Zeit zurück.

Die Hauptrolle des Jekyll und Hyde spielte Chris Murray und zog das Publikum in seinen Bann. Jekyll verkörperte er charmant und zugleich frech, was immer wieder für erheiternde Momente sorgte. Als Hyde zeigte er sich spöttisch und rücksichtslos. Mit seiner kraftvollen und wandelbaren Stimme passte er perfekt für diese Rolle und vor allem „Dies ist die Stunde“ und „Konfrontation“ löste wahre Begeisterung beim Publikum aus.
Seine Verlobte Lisa Carew wurde von Jardena Flückiger überzeugend verkörpert. Sie mimte perfekt die selbstbewusste, junge Frau, die voll und ganz hinter ihrem Verlobten steht. Mit ihren schlagfertigen Kontern auf der Verlobungsfeier sorgte sie für das ein oder andere Schmunzeln im Publikum. In ihrer Rolle überzeugte Jardena Flückiger allem voran beim Duett „Lebenswerk“ mit ihrem Vater Sir Denvers Carew, aber auch bei dem Lied „Nimm mich wie ich bin“ gewann sie das Publikum mit ihrer klangvollen Stimme.
Lucy Harris wurde von Kristi Anna Isene gespielt – taff und zugleich träumerisch trat sie auf. Dabei passte sie sowohl stimmlich, als auch darstellerisch zu dieser Rolle, was sie schon vom ersten Moment mit „Bringt die Männer her“ bewies. Doch auch gefühlvolle Balladen meisterte sie mit Bravur und löste Gänsehautmomente aus. Der Höhepunkt war „Gefährliches Spiel“, ein Duett mit Hyde.
Thomas Rettensteiner stand als John Gabriel Utterson auf der Bühne. Er spielte den besorgten Freund und Anwalt von Jekyll einfühlsam. Er zeigt sich als loyal, vor allem als er hinter Jekylls düsteres Geheimnis kommt. Seine Bariton-Stimme harmonierte perfekt bei dem Duett, das er in „Lebenswerk“ mit Jekyll singt.
Lisas Vater Sir Danvers Carew ist mit Alexandru Constantinescu besetzt. Diplomatisch vermittelt er zwischen seinem zukünftigen Schwiegersohn Henry Jekyll und den Vorstandsmitgliedern des Krankenhauses. Zugleich kommt auch immer wieder sein Beschützerinstinkt als Vater von Lisa zur Geltung. Nicht nur schauspielerisch, sondern auch stimmlich eine gute Wahl für diese Rolle.
Auch der Krankenhausvorstand – bestehend aus Lady Beaconsfield (Doris Hädrich-Eichhorn), dem Bischof von Basingstoke (Tye Maurice Thomas), Simon Stride (Johannes Richter), Lord Savage (Bernd Roth), General Lord Glossop (Valmar Saar) und Sir Archibald Proops (Alexej Trochin) – überzeugte mit seiner Besetzung. Allen voran Doris Hädrich-Eichhorn überzeugte mit ihrem überheblichen und arroganten Spiel.
Der Chor sang sehr deutlich, so dass der Text meist gut zu verstehen war. Die Choreographie unterstrich die Dynamik auf der Bühne, besonders bei „Mörder“ oder aber bei „Bringt die Männer her“. Das philharmonische Orchester Vorpommern begleitete stimmungsvoll durch das Stück.

Alles in allem war es ein sehr mitreißender und fesselnder Abend voller Witz und Tragödien. Die Atmosphäre wird von Bühnenbild und Kostümen perfekt unterstrichen und die Darsteller entführen die Zuschauer ins düstere London des 19. Jahrhunderts.
Diese Show ist zweifelsfrei eine Reise wert und macht den Abend zu etwas Besonderem. Ein Muss für alle Musicalliebhaber.
Noch bis zum 25. Juni ist es in Greifswald zu sehen, bevor es vom 29. Juli bis zum 11. August in Stralsund zu sehen ist.
Am 24. Juni wird es nach der Show eine Autogrammstunde mit Chris Murray in Maske und Kostüm geben – eine perfekte Gelegenheit, den Show-Besuch noch außergewöhnlich enden zu lassen.

musical1 vom 24. Juni 2016

„Gefährliches Spiel" - Jekyll & Hyde mit Gänsehautcharakter

von Marion Siemer

Anlässlich unseres Ostseeurlaubs waren wir am 18. Juni im alten Museumshafen in Greifswald zur Premiere des Wildhorn-Musicals „Jekyll & Hyde", dem wohl besten Stück, das Frank Wildhorn jemals geschrieben hat. Wir hatten J&H bereits oft in anderen Städten gesehen, unter anderem in Bremen, Köln und Open-Air in Tecklenburg. Umso gespannter waren wir auf die neue Version in Mac-Pomm. Und wir wurden nicht enttäuscht, denn die Inszenierung sowie die Darsteller konnten auf ganzer Breite überzeugen ...

... clever fanden wir die Lösung, mithilfe bemalter/bedruckter Türme, die sich mühelos verschieben und drehen ließen, die verschiedenen Szenarien in London bei Tag und Nacht darzustellen, darunter Jekylls Labor. Durch abnehmbare Laken konnte zudem wie in einer Art Guckkasten auch auf zwei Ebenen gespielt werden, was dem Ganzen mehr Dynamik verlieh. Auch die Kostüme passten in diese Epoche und vertieften durch ihre krassen Arm-Reich-Kontrast noch die Außenwirkung.

Musikalisch konnte das Philharmonische Orchester alle Ohrwürmer nahtlos sowie sehr melodiös interpretieren. Gerne hörten wir die Klassiker wie „Dies ist die Stunde“, „Nimm mich wie ich bin“ oder die großen Chornummern wie „Mörder“ oder „Schaff' die Männer ran“ ...

Zu diesen Liedern möchte man natürlich die passenden Stimmen hören und die sind allesamt grandios. Daran hatten wir im Vorfeld keinen Zweifel, als wir von der Besetzung der Hauptrolle durch Chris Murray hörten, der mit viel Kraft und Emotion den Jekyll/Hyde in Perfektion auf die Bühne zaubert, eine Mischung aus Wahnsinn und Verzweiflung abliefert und am Ende mit Ovationen gefeiert wird.

Doch auch seine weiblichen Mitstreiterinnen sind wunderbar. Von Jardena Flückiger (Lisa) und Kristi Anna Isene (Lucy) hatten wir bis dahin noch nie etwas gehört, aber die beiden Damen gingen voll in ihrer Rolle auf. Während die Flückiger mit ihrer natürlichen Schlagfertigkeit und ihrer herrlich weichen Stimme punkten konnte, hatte Isene keine Mühe, den Spagat zwischen Hure und melancholischer Frau mit verlorenen Träumen in Perfektion zu absolvieren. Gänsehaut erzeugte sie zusammen mit Murray beim Duett „Gefährliches Spiel“. Doch auch das restliche Ensemble passte sich den Hauptakteuren an, das war ein in sich geschlossener und sehr harmonischer Cast, deren tolle Gesamtleistung man vorher anhand der weitgehend unbekannten Namen nicht erwartet hatte.

Die Regie von Horst Kupich war kurzweilig und nachvollziehbar, auch die Choreografien waren für solch eine kurze Produktion (mit sicherlich entsprechend kurzer Vorlaufzeit) absolut in Ordnung. Wir hatten einen wunderbaren Abend mit einem tollen Stück in einer schönen Umgebung. Schade, dass es nur so kurz im Museumshafen zu sehen ist und anschließend nach Stralsund wechselt. Denn empfehlenswert ist es auf alle Fälle.

Dacapo vom 27. Juni 2016

Grandiose Premiere auf der Hansa-Wiese

von Christian Rödel

... Wer Musicals als billige Unterhaltung abtut, dem sei mitgeteilt: Bei dieser Aufführung wurden alle Sinne auf vorzügliche Weise angesprochen, und auch der Geist hat ordentlich etwas zu tun bekommen. Es geht in dem Musical um nichts Geringeres als das Böse im Menschen und die Freiheit, sich dennoch für das Gute zu entscheiden.

... Das prächtige Bühnenbild, die Kostüme und die vokale Spannbreite des gesamten Sängerensembles sind geradezu betörend. Der deutsch-amerikanische Musical-Star Chris Murray lotet seine Rolle abgrundtief aus und eroberte sich im Handstreich die Herzen des Publikums.

Ostsee-Zeitung, Stralsund, vom 1. August 2016

"Nacht ist Tag und Tag ist Nacht und die Welt ist ganz verrückt."