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Fotos: MuTphoto

Rock 'n' Ballet

Das BallettVorpommern und das Ballett der Stettiner Oper rocken den Sommer

Termine

Vor einem Jahr begegneten sich die Ensembles des BallettVorpommern und des Ballets der Stettiner Opera na Zamku erstmals auf der Bühne, um mit den Choreographen Robert Glumbek und Jochen Heckmann ein Rockballett zu erarbeiten. Das Ergebnis ist Rock’n’Ballet, eine explosive Fusion von Rockmusik und Ballett, die das Publikum im Sommer 2015 buchstäblich von den Stühlen riss und Begeisterungsstürme auslöste.

Verloren in seinem tristen Alltag wandelt ein junger Mann durch das Grau des Le­bens und wird urplötzlich in eine Parallelwelt entführt, die voller Abenteuer steckt – eine reiz­volle Einladung in eine fremde Realität, die er nur allzugern annimmt. Er begibt sich auf eine wilde Reise durch Zeit und Raum, in der sämtliche Gesetze und Logik aufgeho­ben scheinen und unsichtbare Gedankenwelten zu exzessiven Erlebnisbildern werden. Nicht nur die süße Versuchung kreuzt dabei immer wieder seinen Weg, auch ein Alter Ego folgt ihm wie ein leiser Schatten und stellt ein ums andere Mal in Frage was hier echt ist, und was Fantasie.

Zur mitreißenden Musik von den Rolling Stones bis Queen, von Led Zeppelin bis U2 und von Pink Floyd bis Depeche Mode rocken die 24 Tänzerinnen und Tänzer auch diesen Sommer in atemberaubenden Choreographien voller Energie und Emotionen über die Bühne.

Tauchen Sie ein in die furiose Welt der Rockmusik. Erleben Sie einen spektakulären Tanzabend, bei dem das internationale Ensemble die Luft zum Kochen bringt, während Ihnen der laue Ostseewind um die Nase weht.

PRESSESTIMMEN


Coole Boots und Lederwesten

Diese deutsch-polnische Koproduktion ist das Resultat des wunderbaren künstlerischen Dialogs der Choreographen Robert Glumbek und Jochen Heckmann. Entstanden aus der Idee, die Leichtigkeit des Balletts mit der Kraft klassischer Rockmusik zu vereinen, erntete das Stück tosenden Applaus von einem Publikum, das den ganzen Abend im Rhythmus der Songs von Led Zeppelin, Metallica oder U2 begeistert mitging. Auf der Bühne begegnet uns ein junger Mann, der durch seinen grauen Alltag wandelt (Leander Veizi) und mit einem Mal in eine Parallelwelt gelangt. Eine fremde Realität voller exzessiver Tänze zu energiegeladener Musik, bewohnt von Menschen mit schrillen Persönlichkeiten und noch schrilleren Kostümen. In dieser neuen, schöneren Welt kann sich der Protagonist gedankenlos verlieren und glaubt seinen Platz gefunden zu haben. Doch bemerkt er in dem fantastischen Mikrokosmos kaum, dass ihn auch die Versuchung immer wieder lockt. Erst durch die Begegnung mit seinem zweiten Ich (Jakub Gut) erfährt er, dass die „andere Seite des Spiegels“ nichts weiter als eine schöne Illusion ist. Die Kombination aus Rockmusik und der Eleganz des Balletts ist hier nicht weniger als ein Aufeinandertreffen von Härte und Zartheit. Meisterhaft umgesetzt und im großen Stil mit vielen Gruppenchoreographien inszeniert - umso bewundernswerter die Einheit der 24 Tänzer aus 16 Nationen! Auch viele Soloauftritte entführen das Publikum in ein Reich der verborgenen Sehnsüchte und verrückten Erlebnisse, in eine Welt der Träume und Leidenschaften. So zogen nicht nur Leander Veizi und Jakub Gut die Zuschauer in ihren Bann, auch das Duo der Versuchung (Nathan Cornwell und Christian Janusz) und das Liebesduett mit Margaret Howard zu Metallicas „Nothing else matters“ begeisterten. Die Illusion dieser anderen Welt wurde jenseits der Musik und des Tanzes allein durch die Kostüme und das Licht erzielt. Adriana Mortelliti kleidete die Tänzer vor allem in Schwarz und feurige Farben (rot, orange und violett), in Hotpants und extravagante dunkle Lederoutfits, wie sie unter Künstlern oder in der Rockszene beliebt sind. Bogumil Palewic (Licht) lässt die Tänzer zum Teil aus dem Dunkel erscheinen, was einen schönen Kontrast zu dem farbenreichen Kostümbild bietet und den Zuschauer nach und nach von einer in die andere Realität führt. Geschickte Effekte verleihen den Kostümen einen besonderen Glanz und verzaubern nicht nur den Protagonisten mit dem Gefühl der Illusion. Selten dürfte man in einer polnischen Oper Songs wie „Whole lotta love“ oder „Paint it black“ hört man in einem polnischen Opernhaus eher selten, doch dieses Projekt hat sein Hauptziel, ein generationenübergreifendes Publikum unter einem Operndach zu vereinen, in jeder Hinsicht erfüllt.

 Agnieszka Moroz, Dziennik Teatralny


Wahnsinnstanz im Rock-Rhythmus

"Rock 'n' Ballet" ist eine überaus gelungene Verbindung von Ballett und Rockmusik, erarbeitet von zwei hervorragenden Ensembles, dem Ballett der Stettiner Oper und dem Ballett Vorpommern. Zu sehen war eine ausgezeichnete musikalische, schauspielerische und natürlich vor allem tänzerische Vorstellung. Das Aufeinandertreffen unseres Opernballetts und des BallettVorpommern, welches schon lange als starkes Ensemble bekannt ist, führte zu einem großartigen Ergebnis. Zu verdanken ist das vor allem Robert Glumbek und Jochen Heckmann, den beiden Gastchoreographen, die das Konzept für den Abend entwickelt und erarbeitet haben. Schließlich ist es keine simple Aufgabe, die passenden Songs aus Rock und Pop auszuwählen und mit einer getanzten Geschichte zu verschmelzen. Viele verschiedene Erlebnis- und Gefühlswelten durften wir entdecken und wurden geradezu hineingesogen in diese Story, die nicht einen Moment langweilig war. Neben den tollen Tänzern – Leander Veizi, Margaret Howard, Jakub Gut, Christina Janusz und Nathan Cornwell in den Hauptrollen – stand natürlich auch die Musik im Vordergrund. Led Zeppelin, Queen, Metallica, U2, Pink Floyd, Depeche Mode und andere waren zu hören – eine wunderbare Auswahl!

Małgorzata Klimczak, Stettiner Stimme


Ballett im Rhythmus des Rocks

Das letzte Stück des Balletts der Stettiner Oper überraschte, provozierte und rief Bewunderung hervor. Das gleiche gilt für die neueste Produktion der Compagnie, die das Publikum am Saisonende zu "Rock 'n' Ballet" einlud. In diesem erfolgreichen Stück sind allerdings nicht nur Tänzer aus Stettin zu erleben, sondern auch ihre deutschen Kollegen vom Theater Vorpommern. Mit Tanznummern zu bekannten Rocksongs wie "Sympathy for the Devil" oder "We are the champions" führte der Abend viele Zuschauer in die Oper, die womöglich nie zuvor im Ballett gewesen sind. Erleben durften sie schließlich eine großartige Show, tolle Choreographien und fantastische Künstler. Das hohe Niveau aller Tänzer diesseits und jenseits der Oder war bemerkenswert!

Monika Gapińska, Tanzparkett