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Nessun Dorma – Italienische Opernnacht

Mit: Solisten, Opernchor, Philharmonisches Orchester Vorpommern

Termine

Diese Opernnacht ist nicht zum Schlafen da! Erleben Sie die bekanntesten Arien, Ensembles und Chöre der großen italienischen Opern an einem Abend. Große Arien wie Giacomo Puccinis „Nessun dorma“ („Turandot“) oder „Vissi d’arte“ („Tosca“) dürfen hier ebenso wenig fehlen wie der berühmte „Gefangenenchor“ aus Giuseppe Verdis „Nabucco“. Lassen Sie für einen Abend Vorpommern hinter sich und reisen Sie mit uns nach Italien, wo große Gefühle sich in unsterblicher Musik ausdrücken.

PRESSESTIMMEN

Berliner feiern Phillharmonie aus Vorpommern

4800 Besucher bei „Opera Italiana“ auf dem Gendarmenmarkt / Konzert gibt es ab Sonntag auch drei Mal in Stralsund

von Reinhard Amler

Als der Gefangenenchor aus Verdis „"Nabucco"“ Sonnabendabend auf dem Berliner Gendarmenmarkt erklang, schossen synchron Feuerwerksraketen aus dem Dach des Konzerthauses. Für die 4800 Besucher davor gab es nun kein Halten mehr. Viele erhoben sich von den Plätzen. Bravorufe ertönten. Der Beifall schien kein Ende zu nehmen. Die Ovationen galten dem Philharmonischen Orchester Vorpommern, das nach 2016 nun schon zum zweiten Mal samt Opernchor und Solisten ein Konzert beim traditionellen Classic Open Air in der Hauptstadt bestreiten durfte. „"Opera Italiana in Licht und Feuer“" hieß das Programm, das identisch ist mit dem "„Nessun dorma"“, bei „"Ahoi, mein Hafenfestival"“, von dem Sonntag die letzte Vorstellung am Greifswalder Museumshafen gegeben wurde. Die nächste Premiere findet am 30. Juli auf der Wiese am Stralsunder Hansa-Gymnasium statt. Dabei unterstützt wie auch in Berlin der renommierte Ernst-Senff-Chor aus der Hauptstadt.

"„Ich bin so glücklich, dass ich Karten für das Konzert bekommen habe"“, erklärte Besucherin Evelin Hauer aus Pillnitz bei Dresden. Gemeinsam mit ihrem Mann und Freunden war sie nach Berlin gekommen.

Die Tickets, von denen eines rund 100 Euro kostete, hatte sie schon im März geordert. Zum Glück. Denn wer sich spontan zum Besuch der „"Opera Italiana“" entschlossen hatte, musste mächtig Dusel haben, weil rund um die Eingänge viele Menschen mit selbstgemalten Zetteln „"Suche Karten!"“ standen. So wie bei einem Rockkonzert mit großen Stars. Und das trotz Gewitter, welches Berlin am späten Sonnabendnachmittag fast ins Chaos gestürzt hätte.

Umso erleichterter waren natürlich Akteure wie auch Zuschauer, als sich das Unwetter zu Konzertbeginn verzogen hatte und einer wahren italienischen Sommernacht, bei der zu Beginn sogar noch die Sonne um die Ecke lugte, nichts mehr im Wege stand. Das schien auch Generalmusikdirektor Golo Berg beflügelt zu haben, denn er forderte sein Orchester immer wieder zu Höchstleistungen heraus. Zunächst bei Rossini, dann bei Donizetti, Verdi und zum Schluss bei Puccini. Viele Arien und Orchesterstücke aus dem schier unerschöpflichen italienischen Opernrepertoire erklangen. Aus „"Don Pasquale"“ wie aus „"Otello"“, "„Tosca"“ und „"Turandot"“. Aus letzterer Oper stammt das „"Nessun dorma“" ("„Keiner schlafe"“). Die Arie wurde nicht nur vielfach als Filmmusik verwendet, Luciano Pavarotti erlangte mit ihr auch Weltberühmtheit über die Opernbühnen hinaus.

In der „"Opera Italiana"“ unseres Theaters singt Tenor Karo Khachatryan den Part. Der Armenier, seit einem Jahr festes Ensemblemitglied in Vorpommern, bekam in der von Intendant Dirk Löschner moderierten Veranstaltung sogar einen Sonderapplaus für seine überzeugende Leistung. Orchestermanager Michael Struwe zeigte sich am Ende hocherfreut über den Auftritt der Musiker. „"Er erinnert mich an unsere oft umjubelten Gastspiele in Asien vor einigen Jahren"“, sagte er. Konzerte in Stralsund: 30. Juli sowie 6. und 10. August um 20 Uhr am Hansa-Gymnasium.

Ostsee-Zeitung, 25.7.2017

Publikum von der Operngala begeistert

Wegen des Wetters musste die Veranstaltung allerdings ins Theater verlegt werden

von Philipp Baranyai

Dass der Greifswalder Sommer sich mal wieder von seiner ungemütlichen Seite zeigt, bekamen Veranstalter und Publikum der Italienischen Opernnacht am Samstag zu spüren. Damit „"Othello"“, "„Turandot"“ und Co. nicht ins Wasser fielen, musste die Premiere kurzerhand von der Freilichtbühne ins Theater verlegt werden. Der Stimmung der 300 Zuschauer tat das jedoch keinen Abbruch: „"Im Nieselregen kann man die Musik nicht genießen. Und der Service war wirklich hervorragend"“, lobte Ruswita Barabas (62).

Nach den Startschwierigkeiten erwartete das Publikum jedoch eine einmalige Darbietung. Das Philharmonische Orchester Vorpommern unter der Leitung von Golo Berg präsentierte eine Auswahl der besten Stücke der italienischen Oper und geizte nicht mit großen Namen: Rossini, Donizetti und Verdi waren zu hören, ebenso Leoncavallo, Mascagni und Puccini.

Natürlich durfte auch die berühmte Arie des Calaf, „"Nessun Dorma"“, nicht fehlen, welche der Veranstaltung ihren Namen lieh. Moderator Dirk Löschner führte das Publikum durch den Abend, erläuterte die Handlung der gesungenen Szenen und gab kurze Anekdoten zum Besten. Auch die Solisten, unterstützt vom Opernchor des Theaters Vorpommern, überzeugten mit ihrer Darbietung und gaben den Stücken eine ganz persönliche Note, was die Zuschauer mit begeistertem Applaus und vielfachen Bravo-Rufen quittierten.

Für Sopranistin Kristi Anna Isene war das Konzert zugleich letzte Premiere in Greifswald. Die junge Norwegerin wird ihre Karriere in Münster fortsetzen.

Nachdem auch die letzte der zahlreichen Zugaben verklungen war, zeigten sich einige der Gäste geradezu erstaunt über die Leistung der Musiker. "„Das Konzert war eine große Überraschung für uns"“, sagte Sieghard Zitzmann (77), der mit seiner Frau aus Gera angereist war. „"So ein fantastisches, einheitliches Ensemble haben wir wirklich nicht erwartet."“ Alexander Datz (37) war ebenso begeistert: "„Die musikalische Qualität des Theaters ist wirklich ein schönes Aushängeschild für die Region."

Ostsee-Zeitung, 3.7.2017