Text

Der Tod und die Mädchen

Musik und Literatur von Ludwig van Beethoven, Matthias Claudius, Franz Schubert und Mika Seifert

Termine

„Wir hörten lediglich einen dumpfen Schlag im Zimmer zwei Türen weiter, und als wir ihn hörten, blieben unsere Bögen in der Luft stehen.“

                               Mika Seifert: Der Tod und das Mädchen

 

 

Ein junges Mädchen begegnet einem uralten Mann. Das blühende Leben trifft auf den ewigen Tod. Ein unerhörtes Ereignis, das Leben und Tod, Furcht und Hoffnung, Schrecken und Milde zugleich bedeutet.

Ausgehend von Mattias Claudius’ berühmtem Gedicht nähern sich Frederike Duggen, Mika Seifert, Thomas Rettensteiner und David Grant in diesem Kammerkonzert diesem einen Moment, der für Künstler vor allem eines bedeutet: unendliche Inspiration. In direkter Ausein-andersetzung mit Matthias Claudius’ Gedicht entstand 1817 Schuberts Lied „Der Tod und das Mädchen“. Ludwig van Beethovens „Kreutzersonate“ war ihrerseits Inspirationsquelle für die berühmte Novelle von Lew Tolstoj – eine Symbiose von Musik und Wort, die auch die treibende Kraft in Mika Seiferts Kurzgeschichten „Der Tod und das Mädchen“ und „Der Kontrabass“ darstellt. So produktiv kann der „wilde Knochenmann“ sich auf den künstlerischen Geist auswirken, dass er geradezu lebendig wirkt. In diesem Sinne kam auch Matthias Claudius zu dem Schluss: „Der Tod ist’n eigner Mann … Man kann sich von ihm verblüffen lassen.“