Text

„Dieser Strauss ist zwar ein unausstehlicher Kerl, aber wenn er bläst, kann man ihm nicht böse sein.“
Richard Wagner

5. Philharmonisches Konzert

Johannes Brahms:
Variationen über ein Thema von Haydn op. 56a

Richard Strauss:
Konzert für Horn und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 11

Wolfgang Amadeus Mozart:
Sinfonie Nr. 36 C-Dur KV 425 „Linzer“

Termine

Den Haydn-Variationen von Johannes Brahms liegt der seinerzeit populäre „Chorale St. Antoni“  zugrunde. Heute weiß man, dass dieses Thema gar nicht von Joseph Haydn stammt, aber die Frische seiner Handschrift trägt. Für Brahms war es die Gelegenheit, sich mit diesen Variationen einen entscheidenden Schritt weiter an seine erste Sinfonie heranzuwagen.

Dass Richard Strauss schon sehr früh Hornkonzerte komponierte, verwundert nicht, wenn man weiß, dass sein Vater Franz Strauss erster Hornist der Münchener Hofkapelle und einer der führenden Hornisten seiner Zeit war. Was aber verwundern mag, ist die Tatsache, dass die Komposition des erst 19-Jährigen bereits eine derartige musikalische Reife verriet, dass Hans von Bülow ihn als einen „greisgebornen Jüngling“ apostrophierte. Der „Richard-Strauss-Wettbewerbs“-Preisträger und Solohornist der Bamberger Symphoniker Christoph Eß spielt den solistischen Part des Abends.

Selten ist ein Werk mehr „aus einem Guss“, als Mozarts „Linzer Sinfonie“. Eine Konzertanfrage überraschte den eben erst frisch verheiratet in Linz angekommenen Mozart und so musste er innerhalb von vier Tagen eine Sinfonie schreiben. Das Ergebnis ist die erstaunliche Sinfonie Nr. 36, der man weder die Zeitnot, in der sie entstand noch einen Rückgriff auf bewährte Muster anhört. Ein großer Wurf.

Die musikalische Leitung des Konzertes hat der international erfolgreiche Dirigent Nicolás Pasquet.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch den Deutschen Musikrat und die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL)

Text Text Christoph Eß
Foto: Jan Zoubek
Text Nicolás Pasquet