Text

Es ging buchstäblich um
Leben und Tod. Nicht etwa im übertragenen Sinne.
Das muss man festhalten .
Dmitrij Schostakowitsch

6. Philharmonisches Konzert

Wolfgang Jacobi
Divertimento für Orchester

Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58

Dmitrij Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 9 Es-Dur op. 70

Termine

Als Wolfgang Jacobi 1972 starb, hinterließ er über 200 Werke. Und obwohl er gebürtiger Rüganer war, ist er auch in diesen Breiten nahezu unbekannt. Mit der Aufführung seines „Divertimento für Orchester“ soll daher nicht nur eine aufregende Komposition des 20. Jahrhunderts erklingen, sondern das Werk eines Komponisten erklingen, dessen Heimatverbundenheit in dunklen Zeiten Berufsverbot und Verfolgung bedeutete.

Beethovens 4. Klavierkonzert ist formal wie stilistisch ein zukunftweisendes opus, es sprengt den formalen Aufbau des klassischen Solokonzertes und wagt sich musikalisch schon weit in die Romantik hinein. Der gefeierte ukrainische Pianist und Dirigent Denis Proshayev lotet die Tiefen dieses Werkes am Flügel aus.

Auf den ersten Blick scheint Schostakowitschs 9. Sinfonie einen nachgerade heiteren Grundton zwischen der 8. und der 10. Sinfonie anzuschlagen, doch auch diese Sinfonie ist doppelbödig und hinter der vermeintlich Freude über das Kriegsende 1945 warten schon die Schrecken der Nachkriegszeit.