Text

Wer sich selbst und andre kennt,
Wird auch hier erkennen:
Orient und Occident
Sind nicht mehr zu trennen.
Johann Wolfgang von Goethe

7. Philharmonisches Konzert

Wolfgang Amadeus Mozart
Ouvertüre zu „Die Entführung aus dem Serail“

Fazil Say
Konzert für Violine und Orchester
„1001 Nights in the Harem”


Nikolaj Rimskij-Korsakow
„Scheherazade“ Sinfonische Suite op. 35

Termine

Die Sehnsucht nach exotischen Paradiesen existiert nicht erst seit Reisekataloge für einsame Südseeinseln werben. Im 18. Jahrhundert lag der Ort der Sehnsucht jenseits des Bosporus, in dem Land, das den Kaffee nach Wien gebracht hatte. Wolfgang Amadeus Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ huldigt dieser Sehnsucht und der Modeerscheinung, die als „alla turca“ in die Musikgeschichte Einzug hielt und vermeintlich orientalische Klänge mit westlichem Instrumentarium darstellt. Weit mehr als ein bloßer Perspektivwechsel geht in Fasil Says Violinkonzert „1001 Nights in the Harem“ vonstatten. Hier treffen nicht nur türkische Einflüsse auf einen westlichen Orchesterapparat, sondern Jazz und klassische Einflüsse vereinen sich zu einem veritablen musikalischen Märchen aus 1001 Nacht, das der Geiger Friedemann Eichhorn – natürlich außerhalb des Harems – spielen wird. Die Tondichtung „Sheherazade“ von Nikolaj Rimskij-Korsakow bildet den programmatisch folgerichtigen Abschluss des Abends sowie der ganzen Konzertsaison.