Text
Text
Text
Text

Klamms Krieg

"Sie reden von Krieg? Ich führe ihn seit dreißig Jahren, und jedes Jahr wird es schlimmer."

Klamms Krieg

von Kai Hensel Klassenzimmerstück ab 14 Jahren

Termine

Die Schüler des Leistungskurses haben ihrem Lehrer Klamm den Krieg erklärt, die Mitarbeit ist aufgekündigt, die Verweigerung total. Ihm geben sie die Schuld an Saschas Selbstmord, nur ein Punkt fehlte dem Prüfling zum Abitur, Klamm hatte ihn verweigert. Der erfahrene Lehrer redet gegen eine Mauer des Schweigens an, argumentiert, fleht, bettelt, bedroht und verhöhnt. Er ist isoliert, auch in der Lehrerschaft, seine bisherige Lebensleistung steht infrage. Klamm redet sich selbstgerecht und zynisch ins Abseits und entpuppt sich zunehmendals gestörte Persönlichkeit, zerrieben von Machtwahn und Selbstüberschätzung. Seine Verzweiflung und sein blinder Hass werden zu einer realen Bedrohung für die Schüler. Der Monolog von Kai Hensel ist ein spannendes Psychogramm eines gescheiterten Lehrers und eine Studie über Erziehung und die Ursachen von Gewalt in einem von Abhängigkeiten geprägten System.

PRESSESTIMMEN

Lehrer Klamm führt Krieg gegen sich und die Welt

Das neue Klassenzimmerstück feiert Premiere.


Gestern war die Klasse 10 b der Diesterweg-Schule ganz nah am „Kriegsschauplatz“ dran, als sie sich das Klassenzimmerstück „Klamms Krieg“ anschaute. „Ich fand die Aufführung toll“, sagt die 15-jährige Vanessa Werner. Und das nicht nur, weil Schauspieler Alexander Frank Zieglarski eine
beeindruckende Darstellung ablieferte.

„Mit Sicherheit sehe ich Lehrer jetzt in einem etwas anderen Licht“, meint Vanessa. „Mir ist klar geworden, dass sie es oft schwerer haben, als wir uns das manchmal vorstellen.“ Ihr Klassenkamerad Felix Scholz hat einen anderen wichtigen Punkt für sich entdeckt: „Ich gehe selten ins Theater und finde es gut, dass das Theater sozusagen zu uns kommt. Außerdem macht es riesigen Spaß, sich ein Stück mit der ganzen Klasse anzuschauen.“ Beide Zehntklässler waren sich einig, dass es eine durchaus realistische Situation sein könnte, wenn auch mit einigen Abstrichen. „Natürlich war manches etwas zu extrem“, lenkt Vanessa ein. In dem einstündigen Stück, das für Schüler ab 14 Jahren geeignet ist, erleben die Mädchen und Jungen ein spannendes Psychogramm eines gescheiterten Lehrers. Dabei wirkt Alexander Frank Zieglarski anfangs so unsympathisch, wie am Schluss einfach nur beängstigend. [...]

 

OZ Stralsund und Umgebung, 20. Dezember 2013