Rebeccas Schatten (UA)

Ballett von Ralf Dörnen frei nach Motiven von Daphne du Maurier mit Musik von Arnold Bax und Alan Rawsthorne

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Eine junge Frau – verwaist, mittellos, schüchtern – verliebt sich in einen reichen, etwas geheimnisvollen, gut aussehenden Mann, der ihr Vater sein könnte. Auch er zeigt Interesse an ihr, und sie malt sich in Tagträumen eine gemeinsame Zukunft auf seinem idyllischen Landsitz aus. Als er ihr tatsächlich einen Heiratsantrag macht, kann sie ihr Glück kaum fassen und glaubt sich am Ziel ihrer Träume. Doch schon bald erweist sich, dass ein Schatten über der erhofften Idylle liegt, der Schatten Rebeccas, seiner verstorbenen ersten Frau. Niemals greifbar, ist sie doch allgegenwärtig in den Räumen, die sie bewohnte, den Gegenständen, die sie benutzte, dem Duft der Blumen, die sie liebte, den Erinnerungen der Menschen, die sie kannten und bald auch in den Tag- und Nachtträumen der jungen Frau. Sie sieht sich der übermächtigen Präsenz der Toten zunehmend machtlos gegenüber und beginnt an sich selbst und der Liebe ihres Mannes zu zweifeln …

In assoziativen Bildern zur Musik der englischen Komponisten Arnold Bax und Alan Rawsthorne gestalten Ralf Dörnen und das BallettVorpommern das komplizierte emotionale Beziehungsgeflecht der Protagonisten tänzerisch aus. Es spielt das Philharmonische Orchester Vorpommern.

 

 

 

Arnold Bax (1883-1953) war ein englischer Komponist, Dichter und Schriftsteller. Sein umfangreiches kompositorisches Werk umfasst Lieder, Chormusik, Kammermusik, Klavierwerke, vor allem aber Kompositionen für Orchester. Neben einer Reihe Symphonischer Dichtungen schrieb er sieben Symphonien und zahlreiche Konzerte für Soloinstrumente. Eine Zeit lang galt Bax als der führende britische Symphoniker. Ab Ende der 1930er Jahre fand seine Musik immer weniger Beachtung und Bax büßte seine Produktivität ein. Nach seinem Tod geriet er in Vergessenheit. Seit den 1960er Jahren wurde seine Musik allmählich wieder entdeckt, wird aber bis heute kaum aufgeführt.

 

Alan Rawsthorne (1905-1971) war ein englischer Komponist, der vor allem für seine genau strukturierte Orchester- und Kammermusik in zurückhaltendem, schlichten Stil bekannt ist. Rawsthorne studierte zunächst am Royal Manchester College of Music (1926-1930) und dann bei Egon Petri in Berlin und Zakopane (1930-1931). Seine frühen Kompositionen mit ihrem beherrschenden linearen Kontrapunkt sind deutlich von Paul Hindemith beeinflusst. Typisch für seinen Stil blieb zeitlebens eine durchgehende kontrapunktische Basis in Verbindung mit prägnanten Rhythmen, melodischer Leichtigkeit und einem ausgeprägten Gespür für tonale Zentren. Rawsthornes Werk umfasst drei Symphonien, acht Konzerte sowie die Vokalstücke “Medieval Diptych“ und “Carmen vitale“.