Kabarett mit Gisela Oechelhaeuser

Allgemeine Mobilmachung

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Angefeuert durch ihre Wut und ihren Spott lässt Gisela Oechelhaeuser in ihrem neuen politischen Kabarettprogramm „Allgemeine Mobilmachung“ neun halsbrecherische Frauen auf ihre Zuschauer los: eine verrückter, böser, verzweifelter und komischer als die andere:

Da macht sich eine im Wartezimmer vergessene Kassenpatientin mit ihrer Nagelschere als Chirurgin selbständig, während eine andere ihren steuerhinterziehenden Millionärsgatten gegen den Neid des einfachen Volkes verteidigt. Die 99-jährige Frau Müller will die Jugend zwecks Werteerziehung in den Krieg schicken, und Valentina, die Lidl-Verkäuferin aus Oechelhaeusers letztem Programm, wählt NPD aus Sorge um ihren rechtsradikalen Sohn. Manuela sitzt auf Kaffeefahrt in Venedig.

Eine Welt, in der ein Ackermann nach dem starken Staat ruft, in der Kinder im Kühlschrank verschwinden, weil das Jugendamt Geld sparen will, eine Welt, in der das Wort „Opfer“ zum Schimpfwort wird: Eine solche Welt ist im Krieg. Gegen eine solche Welt macht die Oechelhaeuser mobil.

Gisela Oechelhaeuser spielt ihre Figuren mit gebotener Schärfe; ihre Komik kommt aus der größten Verzweiflung. Intelligent geht es zu. Und ordinär. Wütend und lachend. Zornig und spottend.

Die beißend ironischen Texte schrieb ihr Autor Philipp Schaller, der schon seit einigen Jahren auf den Kabarettbühnen des Landes von sich reden macht, nicht zuletzt durch seine Textmitarbeit an zahlreichen Inszenierungen der Dresdner Herkuleskeule.