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"Ein schmaler Grat liegt zwischen dem Guten und dem ..."

Jekyll & Hyde

Musical für die Bühne konzipiert von Steve Cuden und Frank Wildhorn
Buch und Liedtexte von Leslie Bricusse
Musik von Frank Wildhorn
nach dem gleichnamigen Roman von Robert Louis Stevenson

Deutsch von Susanne Dengler und Eberhard Storz

Termine

  • 11.03.2017 19:30 Uhr Großes Haus, Greifswald Karten kaufen
  • 30.04.2017 18:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
  • 17.05.2017 19:30 Uhr Großes Haus, Stralsund
  • Letzte Vorstellung!
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  • 24.05.2017 19:30 Uhr Großes Haus, Greifswald
  • Letzte Vorstellung!
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Das Dämonische auf der einen Seite und das engelsgleich Gute auf der anderen – das macht die Natur eines jeden Menschen aus. Doch in welchem Verhältnis stehen sie? In welchem Maße üben sie Einfluss auf den Menschen aus? Dies möchte der Arzt und Wissenschaftler Dr. Henry Jekyll anhand eines Experimentes erforschen. Er ist überzeugt davon, ein Mittel gefunden zu haben, das das Gute vom Bösen im Menschen trennen kann. Doch er darf dessen Wirkung nicht an seinen Patienten testen. Heimlich erklärt er sich selbst zum Probanden seines Versuchs, eines Selbstversuchs mit schrecklichen, angsteinflößenden Folgen. Unter qualvollen Schmerzen gelingt es ihm, das Böse zu extrahieren – und er verwandelt sich in Mr. Hyde, der in seiner Brutalität und Unberechenbarkeit nicht zu überbieten ist. Jekyll muss Einhalt gewähren! Doch lässt sich das Experiment so einfach abbrechen?

Die Faszination, die von dieser Story ausgeht, ist seit dem Erscheinen der Novelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ des schottischen Dichters Robert Stevenson im Jahr 1886 ungebrochen. Als eine der berühmtesten Ausformungen des Doppelgängermotivs in der Weltliteratur diente der Stoff als Vorlage für knapp 30 Verfilmungen; gut 100 Jahre nach der Veröffentlichung der Novelle fand er schließlich Eingang in die Musicalbranche. Wildhorns klanggewaltige Pop-Rock-Songs und düstere Balladen unterstreichen auf einzigartige Weise die Ambivalenz der Persönlichkeit der Hauptfigur und geben der alten Geschichte einen modernen Anstrich.

Begeben Sie sich auf eine spannende Reise zur Erforschung der dunklen Mächte. Ein Musical für alle, die Krimis lieben und die auf der Suche nach dem wahren Ich vor nichts zurückschrecken.

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PRESSESTIMMEN

Die Zerissenheit des Seins emotional gespielt

Gelungene Indoor-Premiere des Musicals "Jekyll & Hyde" im Theater Stralsund

von Annemarie Bierstedt

In einem Moment noch erlebt das Publikum Veit Schäfermeier als Dr. Jekyll liebend, seine Verlobte Lisa küssend. Ein paar Szenen später windet sich derselbe Mensch mit wirrem Haar als animalischer Dämon auf der Bühne. "„In jedem von uns wohnen zwei Seelen. Gut und Böse"“, keucht er.

Nach dem Open-Air-Erfolg im Sommer fand am Freitagabend im Theater Stralsund die Premiere des Musicals „Jekyll and Hyde“, das die menschliche Dualität wie kein anderes Stück thematisiert, in neuer Besetzung statt. Der am Wiener Konservatorium ausgebildete Musicaldarsteller Schäfermeier spielt die Rolle des Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Horst Kupich hatte das gut drei Stunden dauernde Musical mit Buch und Liedtexten von Leslie Bricusse sowie Musik von Frank Wildhorn inszeniert. Fast hätte man annehmen können, einige Szenen wären im Vergleich zur sommerlichen Aufführung verändert worden: So viel präsenter waren die sinnlichen Dialoge zwischen Lisa und Dr. Jekyll, so viel zarter, ja fast zerbrechlich sang und spielte Schäfermeier.

Es war jede Menge Improvisation und Intuition, verriet der Darsteller. „"Ich spiele den Hyde lieber, weil ich da frei sein und alles loslassen kann. Wichtig ist mir, das Zerbrechliche der Figur, die am Ende nicht mehr weiß, wer sie ist"“, erzählt Schäfermeier.

Das Stück handelt von dem Arzt Dr. Jekyll, der durch einen medikamentösen Selbstversuch herausfinden will, in welchem Verhältnis das Böse und das Gute im Menschen zueinander stehen. Doch die Folgen sind grauenhaft: Er verwandelt sich in Edward Hyde, der mordend und vergewaltigend durch London zieht und am Ende an der eigenen Zerrissenheit zerbricht. Thomas Rettensteiner als Freund Jekylls, Gabriel John Utterson, Jardena Flückiger als die Verlobte Lisa und Christi Anna Isene als Hure Lucy sangen stimmgewaltige Soli. Szenen mit dem Opernchor des Theaters Vorpommern als schwarz bemäntelte Gesellschaft Londons und rauchigen Bühneneffekten verzauberten das Publikum.

Das Philharmonische Orchester Vorpommern unter Leitung von Henning Ehlert sorgte mit musikalischer Begleitung für ein mitreißendes Musical. Das Publikum würdigte den Abend mit Standing Ovations.

Ostsee-Zeitung, 17.1.2017