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Die Prinzessin und der Schweinehirt

Märchenspiel von Gert Richter nach Hans Christian Andersen

Termine

  • 28.11.2017 09:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
  • 28.11.2017 11:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
  • 03.12.2017 15:00 Uhr Großes Haus, Greifswald
  • Premiere
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  • 04.12.2017 09:00 Uhr Großes Haus, Greifswald Karten kaufen
  • 04.12.2017 11:00 Uhr Großes Haus, Greifswald Karten kaufen
  • 05.12.2017 09:00 Uhr Großes Haus, Greifswald
  • Ausverkauft
  • 05.12.2017 11:00 Uhr Großes Haus, Greifswald Karten kaufen
  • 06.12.2017 09:00 Uhr Großes Haus, Greifswald Karten kaufen
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  • 07.12.2017 09:00 Uhr Großes Haus, Greifswald Karten kaufen
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  • 08.12.2017 09:00 Uhr Großes Haus, Greifswald Karten kaufen
  • 12.12.2017 09:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
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  • 13.12.2017 09:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
  • 13.12.2017 11:00 Uhr Großes Haus, Stralsund
  • Ausverkauft
  • 14.12.2017 09:00 Uhr Großes Haus, Greifswald
  • Ausverkauft
  • 14.12.2017 11:00 Uhr Großes Haus, Greifswald Karten kaufen
  • 15.12.2017 09:00 Uhr Großes Haus, Greifswald Karten kaufen
  • 15.12.2017 11:00 Uhr Großes Haus, Greifswald Karten kaufen
  • 17.12.2017 15:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
  • 18.12.2017 09:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
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  • 19.12.2017 09:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
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  • 20.12.2017 09:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
  • 20.12.2017 11:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
  • 25.12.2017 16:00 Uhr Großes Haus, Greifswald Karten kaufen

Im kleinsten Reich der Welt wohnt der ärmste Prinz der Welt mit seinem Küchenmädchen Rosalinde und einem Esel, der früher einmal Minister war. Der durchreisende Kaiser fühlt sich hier gar nicht wohl, bringt aber den Prinzen auf eine Idee. Wie wäre es, um die Hand der Prinzessin anzuhalten, um der Armut ein Ende zu bereiten? Rosalinde scheint von dem Plan gar nicht begeistert. Aber aus Liebe zu ihrem Prinzen begleitet sie ihn in den kaiserlichen Palast. Der Prinz verliebt sich in die schöne Prinzessin – wird von ihr jedoch verhöhnt und als Schweinehirt angestellt. Mit Hilfe seiner treuen Rosalinde entstehen wundersame Automaten, die die Prinzessin unbedingt besitzen möchte und die den Prinzen in die Lage versetzen, Küsse von ihr einzufordern. Aber die Küsse sind kalt und berechnend – und so entdeckt der Prinz seine wahren Gefühle, verlässt die lieblose Prinzessin und heiratet seine treue Rosalinde.

 

Angebote der Theaterpädagogik: Premierenklasse, Materialmappe, Workshops, Kita-Märchenführung, Lehrerfortbildung, Vorschau für Lehrer

Weitere Informationen zu den Formaten

FÜR ALLE: Märchenspielplatz Andersen (Interaktiver Märchenvormittag in der Stadtbibliothek Stralsund) / 4.11. um 10 Uhr / Anmeldung erforderlich

Kontakte theaterpädagogisches Angebot: Sabine Kuhnert (Vorpommern-Rügen), Elisa Weiß (Vorpommern-Greifswald)

PRESSESTIMMEN

Zwangsküsse kalter Prinzessinnen schmecken nicht
 

„Die Prinzessin und der Schweinehirt“ hatte am Theater Vorpommern Premiere
Stralsund.
Das Königreich des ärmsten Prinzen der Welt – nur ein paar Schritte nach links und rechts über die Bühne, aber immerhin mit Schlagbaum. Nein, hier geht’s nicht um das Dilemma des verarmten Adels, sondern um das Märchen „Die Prinzessin und der Schweinehirt“, das Weihnachts- Märchen am Theater Vorpommern. Sonntagnachmittag war die Premiere. Und es war ja mal wieder interessant, wie Kinder so ihre Sympathien vergeben. Nicht der nette Prinz Hans-Christian (Björn Ingmar Böske) mit seinem übersichtlichen sechs-Quadratmeter-Königreich konnte erstmal ihre Herzen erobern, auch nicht sein Küchenmädchen Rosalinde (Anna Luise Borner), ein ganz liebes Ding, die für ihn kochte und Strümpfe stopfte und ihn trotzdem „lieb hatte“, obwohl er – was für ein antiquiertes Frauenbild aber auch! – scharf war auf eine andere. Aber die fiese Prinzessin, dieses kleine Ungeheuer, diese hysterische und verwöhnte Göre, die fanden die Kinder im Stralsunder Theater total lustig. Susanne Kreckel spielte diese Antiheldin mit einem Eifer, bei dem sich alle Kinder ganz in Ruhe abgucken konnten, wie man sich so richtig danebenbenehmen kann. Als Prinzessin mit dem kalten Herzen und einem großen Organ hatte sie lange rosa Prinzessinnenhaare mit einem kleinen schiefen Krönchen, einen gewaltigen Petticoat-Unterrock, sie schaukelte ausgelassen auf einer riesigen Schaukel und brüllte nach Frühstück und ihrer Zofe Eulalia. Chiaretta Schörnig spielte diese erbarmungswürdige Hofdame, mit einem wunderbaren Slapstick. Ein ausgelassener Bühnenzampano. Als Kaiser aller Könige kam Lutz Jesse in der Beliebtheitsskala gleich hinter der Prinzessin. Er toppte seine einzige verwöhnte Tochter mit seiner überzogenen Borniertheit, der Ö-Sprache zum Beispiel. Es sei fein und vornehm, so zu sprechen. Nicht wie ordinäre, gewöhnliche Menschen. „Önmöglöch!“ Ein „Spöcknöpf“ sei das Königreich des Prinzen Habenichts und seines Küchentrampels. Die Kinder lachten über die komische Figur. Hans-Christian Andersen hatte mit diesem Märchen die Hofgesellschaft kritisieren wollen. (Das Stück von Gert Richter ist sinnvoll eingekürzt als Fassung für Kinder ab vier Jahren.) Andersen prangert beim emotional verarmten Adel den Verlust der Natur an, seine Anbetung alles Künstlichen. So landete der arme Prinz auch genau daneben, als er mit seiner singenden Nachtigall und einer duftenden Zauberrose um die Hand der kalten Prinzessin anhielt. Die Inszenierung von Matthias Stier ist bunt und märchenhaft. Das hat auch mit der schrägen Ausstattung von Tom Böhm zu tun. Ein grandioses Spektakel, als die Schweinchen auf Rollen wie von Zauberhand auf die Prinzessin und die Zofe losgingen. Und das kleine ferngesteuerte Ferkel sich an die verhuschte Küchenmamsell Rosalinde ankuschelte. Die nämlich einfach nur schlau abgewartet hat (soviel zu antiquiertem Frauenbild), bis der Prinz endlich zur Vernunft kam. Die Zwangs-Küsse der Prinzessin schmeckten nicht. Denn da war sie, seine große Liebe. Rosalinde! Und siehe da, die Kinder feierten dann doch die Richtigen: Den armen Schweinehirten-Prinz und seine dann kluge und dann doch wunderschöne Küchenfrau. Mit dem gemeinsamen Lied „Nochmal Schwein gehabt!“ kam das Märchen, anders als bei Andersen, dann doch zum glücklichen Finale. Die Moral siegt in jedem Märchen. Großer Applaus und Bravos.

Juliane Voigt, OZ vom 14.11.2017