Monodramen (3)

Bleib kurz dran (UA)
von Thilo Reffert

Dickes Fell Bärenfalle (UA)
von Alexander Frank Zieglarski

Termine

  • 02.02.2018 20:00 Uhr Gustav-Adolf-Saal (Jakobikirche), Stralsund
  • Premiere
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  • 23.02.2018 20:00 Uhr Rubenowsaal (Stadthalle), Greifswald
  • Premiere
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  • 28.02.2018 20:00 Uhr Gustav-Adolf-Saal (Jakobikirche), Stralsund Karten kaufen
  • 02.03.2018 20:00 Uhr Rubenowsaal (Stadthalle), Greifswald Karten kaufen
  • 04.04.2018 20:00 Uhr Rubenowsaal (Stadthalle), Greifswald Karten kaufen

Bleib kurz dran

Georg ist ein „sozial gut vernetzter Mittvierziger“ und steht „mitten im Leben“. Er ist Teamleiter in einem mittelständischen Unternehmen bei Leipzig. Er hat sich einen Tag Urlaub genommen, um zu seinem möglichen neuen Arbeitgeber zu einem Verhandlungsgespräch zu fahren. Während die Auto-Route unter Berücksichtigung von Verkehrshindernissen ständig neu berechnet wird und Georgs Fahrt im Stau stecken bleibt, beschleunigt sich sein Leben. Informationen aus unzähligen Telefonaten, SMS, Sprachnachrichten, Verkehrsfunk verdichten sich zu einer wahren Sturm-Flut, die den Empfänger Georg in existentielle Not bringen.

Thilo Reffert braucht nur 45 Minuten um die Überforderungen eines modernen Lebens aus dem Inneren einer Fahrzelle zu erzählen, und dem Protagonisten die Auszeit zu verordnen, die er sich selbst längst hätte nehmen müssen.

 

DICKES FELL BÄRENFALLE

Mark ist 33, gut situiert und, wie fast jeder dritte in der heutigen Gesellschaft, Single. Aus Überzeugung oder purem Pech? Liegt es an ihm oder an den Frauen? Passen Männer und Frauen überhaupt zueinander? Die ewig diskutierte Frage, die damit noch weitere Fragen aufwirft: Liebt Mark es nach Hause zu kommen und in ein Gemisch aus existenziell-emotionalem Chaos, den verworfenen Vorstellungen von Romantik, seiner Plattensammlung und einem strikten Trainingsplan zu treten? Hat er ein Problem mit dem Zu-Zweit-Sein? Könnte er überhaupt die erforderlichen Kompromisse eingehen, die mit einer Partnerschaft einhergehen? Ist es sein geheimer, zarter Wunsch dominiert zu werden? Oder hat Mark Angst den Ansprüchen, die Frauen heutzutage haben, nicht zu genügen? Welche Ansprüche sind das? Diesen Fragen will Mark auf den Grund gehen, denn, mal ehrlich, er hat doch alles was eine Frau sich nur wünschen könnte. Alles läuft in geordneten Bahnen, sein Leben ist genauestens strukturiert. (Als Kapitän muss man doch die Oberaufsicht haben, oder nicht?) Seine Rendezvous überlässt er natürlich nicht dem Zufall. Doch irgendwie laufen seine Dates immer aus dem Ruder.

Ein Stück über den verzweifelten Versuch, mit dem Leben einen Friedenspakt zu schließen, zu verstehen, warum man ist, wie man ist. Eine Rechtfertigung inmitten der Ordnung im Chaos eigener Umstände und des Widerstands der Emotionen. Ein pures Missverständnis. Oder doch nicht?