Wunschkinder

von Lutz Hübner und Sarah Nemitz

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Marc ist 19, hat vor vier Monaten Abitur gemacht und seitdem „hängt er ab“. Der Konflikt mit seinem erfolgreichen und auf die Karriere orientierten Vater ist vorprogrammiert: die Frage nach einem sinnerfüllten Leben steht im Raum. Geld kann viel ermöglichen, man muss die Optionen nur wählen. Marc probiert sich dagegen woanders aus: in der Liebe zur gleichaltrigen Selma. Selma ist in vielerlei Hinsicht anders. Sie lebt mit ihrer psychisch labilen Mutter in einer finanziell prekären Situation und investiert ihre freie Zeit in Arbeit, soziales Engagement und Weiterbildung. Die Vorstellungen vom „richtigen Leben“ eskalieren, als Marc eröffnet, dass Selma schwanger ist. Hin-und hergerissen zwischen Lebensplanung, eigenen und fremden Wertvorstellungen, falschem Mitgefühl und durch die Einflussnahme der Eltern beschleunigt, bahnt sich die Katastrophe an. „Wunschkinder“ ist eine genau beobachtete Untersuchung der Verhältnisse zwischen den Generationen, zwischen den sozialen Schichten und stellt die Frage danach, was ein „richtiges Leben“ ist.