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Stadthalle Kaisersaal

Die Stadthalle wurde von 1913 bis 1915 als Teil eines Gebäudekomplexes zusammen mit dem Theater Greifswald nach den Plänen der Berliner Architekten Richard und Heinrich Iwan sowie Erich Trehde errichtet. Die Architektur ist gekennzeichnet durch neuklassizistische Stilelemente. Damit entspricht das Vorhaben dem damaligen Zeitgeschmack, der den neoklassizistischen Baustil hauptsächlich mit kulturellen Bauaufgaben verbindet. Die Stadthalle wurde am 10. Dezember 1914 eröffnet, ein knappes Jahr später auch das Theater. In den Jahrzehnten nach der Eröffnung gehörten Stadthalle, Theater und Theatercafé zu den zentralen kulturellen Anlaufpunkten der Stadt. 1945 diente die Stadthalle als Notunterkunft für Flüchtlinge und wurde in den 1950er Jahren zunächst als Haus der Jugend und später als Kreiskulturhaus genutzt. Zeitweise firmierte die Veranstaltungsstätte auch unter dem Namen Volkshaus. Sie wurde 1990 geschlossen. Das Gebäude ging 1992 an die Stadt über. Teile wurden in den 1990er Jahren noch als Probenraum durch das Theater genutzt. Am 18. Dezember 2009 wurde die Stadthalle Greifswald nach umfangreichen Renovierungs- und Restaurationsarbeiten feierlich wiedereröffnet. Seitdem bilden Theater und Stadthalle wieder einen einheitlichen Gebäudekomplex und stellen damit einen zentralen gesellschaftlich-kulturellen städtischen Mittelpunkt mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten dar. Die Stadthalle verfügt über zwei Säle, den großen Kaisersaal mit seiner fantastischen Akustik und den kleineren Rubenowsaal, benannt nach Heinrich Rubenow, sowie ein großes Eingangsfoyer.

Kaisersaal

Der Kaisersaal ist der zentrale Veranstaltungsraum in der Stadthalle Greifswald und bietet mit seinen variablen Bestuhlungsmöglichkeiten Platz für bis zu 500 Personen, die sich auf den großen Saal und die Empore aufteilen. Die traditionsreiche Räumlichkeit in der Greifswalder Kulturstätte wird schwerpunktmäßig für Konzerte, Bälle, Kongresse und Gastspiele unterschiedlicher Art genutzt. Für Konzertveranstaltungen ist der Kaisersaal insbesondere durch seine herausragende Akustik geeignet. Der feierliche Charakter des prachtvollen Saals wird durch den hellen Parkettboden ebenso betont wie durch die opulente Deckenbemalung, die stark an das historische Vorbild angelehnt ist.

Rubenowsaal

Der Rubenowsaal ist die kleine Bühne des Theaters Vorpommern, die sogenannte Studiobühne. Was bisher im dritten Stock des Theaters (TaP) präsentiert wurde, kann sich nun vor bis zu 90 Zuschauern sehen lassen: Hier wird anspruchsvolles, unterhaltsames und experimentelles Gegenwartstheater auf die Bühne gebracht, darunter viele Ur- und Erstaufführungen; außerdem werden dort Liederabende und Kammeropern, Produktionen des Theaterjugendclubs sowie Kinder- und Jugendstücke gezeigt. Als „Black Box“ wurde der Rubenowsaal bereits bei der Ausgestaltung der Stadthalle an die Bedürfnisse des Theaters angepasst. Ein moderner Fahrstuhl ermöglicht nun auch einen barrierefreien Zugang zu den Aufführungen.

Kontakt

Vermietungsanfragen für den Kaisersaal richten Sie bitte an:

Annika Förster - Referentin für Marketing und Disposition der Stadthalle Greifswald

Anklamer Str. 106

17489 Greifswald

Tel.: 03834 – 57 22 450

Mail: stadthalle@theater-vorpommern.de

www.stadthalle-greifswald.de